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Systemische Familientherapie

Die Systemische Familientherapie vermeidet weitgehend eine Diagnostizierung und untersucht ein Symptom im Hinblick auf Sinn und Nutzen, den eine Symptomatik für ein System z.B. die Familie hat. Der Klient wird als "Symptomträger" gesehen, d.h. seine "Krankheit" hilft ein bestimmtes System, Reglement zu stabilisieren. So entwickeln Kinder in Scheidungssituationen oft Auffälligkeiten um die Ehe der Eltern und die gemeinsame Sorge aufrecht zu erhalten. Man sucht vorrangig nicht nach Interventionsmethoden um ein Symptom zu beseitigen, sondern nach dem Sinn, den es in einem System erfüllt.

Depressionen, Alkoholismus, Suizidalität z.B. sind in manchen Familien seit Generationen zu beobachten und können die Belastung im Einzelnen potenzieren. Geheime Botschaften werden von Großvater, an Vater, an Sohn unbewusst weitergegeben, "übertragen". Diese Mechanismen zu durchschauen, ihnen nachzuspüren und sie aufzulösen kann große Erleichterung bringen und Symptome überflüssig machen. Werden unbewusste Botschaften, Aufträge, ins Bewusstsein, "ans Licht" geholt, kann man sich neu entscheiden, verabschieden, loslassen ...

Die Ausbildung habe ich gewählt, aus dem Gefühl heraus, dass manche Menschen, die mir in meiner Praxis begegneten, mehr Last auf ihren Schultern trugen, als es von ihrem jeweiligen Schicksal herrühren konnte.

Die systemische Betrachtungsweise ist nicht nur auf das System "Familie" anwendbar, sondern auf alle vorkommenden Systeme: Paare, Gruppen, Institutionen, etc.

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